Zurueck zum Herzen

Starkhand von Calan

genannt Cwmachdod ra Mortael
 
 
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"Der Stammkönig von Tir Cladhainn, Gesandter des Herrschers von Tir Thuatha, Herr von Himmelswehr, Starkhand, Herzog von Calan"

Starkhand wird 1540 n.d.S. (2040 n.Kr.) auf Haus Himmelswehr im Martelltal geboren. Als Erstgeborener erhält er das Recht, den Namen "von Calan" zu tragen, der den Führungsanspruch dieser Sippe unter den Gothori von Calan kennzeichnet. Sein Vater Wolfmut lehrt ihn, das Volk in den Wirren der Finsternis zu schützen und zusammenzuhalten, doch nur zwei Jahre nach seiner Mündigkeit zerreißen Trolle Starkhands Eltern und der junge Erbe muß - unterstützt von nur wenigen Ratgebern - vielfältige Anfeindungen überstehen.
    Seine Vermählung ein Jahr zuvor nimmt dem drohenden Zwist vorweg die Spitze, denn Starkhand wird die vierzehnjährige Adelheid von Nieder-Reichenbach zugeführt, die einem Seitenzweig der Tauferer - der mächtigsten Sippe Calans - entstammt. Im Jahre 1558 n.d.S. schenkt Adelheid einer Tochter Adelmut das Leben; 1564 n.d.S. geht sie an einem Fieber zugrunde und stirbt. Die schwelende Feindschaft zwischen Starkhand und Lorenz von Taufers rührt wohl aus dieser Zeit - es wird gemunkelt, Lorenz habe zu Starkhands Gunsten seiner Liebe zu Adelheid entsagen müssen.

Seit der Machtübernahme des Dhanndh Hägor ra Manan kann sich die gothorischsprachige Minderheit in Tir Thuatha, die sich hauptsächlich auf das Gebirge beschränkt, freier bewegen. Starkhand handelt lange mit den Machtbefugnissen eines thuathischen Eroth, allerdings nur mit Duldung der laighinnschen Herrschaft.

Der Antrittsbesuch bei Garwydd Siber Lobar im Sommer des Jahres 1587 n.d.S. stärkt seine Stellung: Starkhand führt den Titel eines Fynn und gebietet über den Frühlingspfad von der Grenze gen Andelkrag bis zum Riesenpaß, alle Seitentäler eingeschlossen.
    Bedeutsam ist die Ernennung zum Gesandten: Starkhand ist Vermittler zwischen Clanthon und Tir Thuatha. Er verhandelt in Sambur im Namen des Garwydd, zugleich vertritt er in Dhanndhcaer die Interessen der clanthonischen Minderheit in Tir Thuatha. Auf Wunsch wird er für Reisende aus Sambur tätig, genauso wie er in Sambur die Interessen thuathischer Reisender vertritt. Die Botschaft steht in Peutin.

Im Jahre 1592 n.d.S. greift Starkhand nach der Macht über das Hochland. Unter dem Vorwand, die Handelswege zu sichern, marschiert er mit sechs Hundertschaften auf Cascaer, vernichtet die räuberische Sippe der Ui Attawa und unterwirft durch Zweikampf die Horden des Hauptmanns Orcelfydd, der die Hauptstadt des Stammkönigreiches in seiner Gewalt hat. Anschließend reitet er nach Kerrburg, dem neuen Dhanndhcaer, und fordert von Garwydd Siber Lobar das umfassende Wegerecht im Hochland. Der Herrscher allerdings übergibt ihm mit dem Schild der Lamanor überraschend die ganze Macht und erhebt ihn zum Righ von Tir Cladhainn.
    Starkhand begründet den Faddnigh ta Enywod, den Rat der Großen von Tir Cladhainn, und vereint einen Großteil der Sippen hinter sich. Gleichzeitig ruft er das Herzogtum Calan neu aus – nach 1000 Jahren ist die Herrschaft über das ganze Gebiet des alten Calan wieder in der Hand von Menschen gothorischer Zunge. Es bricht eine Zeit der inneren Kämpfe an ...

Der knapp fünf Ellen große Starkhand ist an einem Kinnbart zu erkennen und trägt schütteres, kurzgeschorenes Haupthaar. Sein kurzbeiniger Leib neigt dazu, Bauch anzusetzen, der nur von den - ihm verhaßten - ritterlichen Übungen im Zaum gehalten wird. Man munkelt, daß er seit einigen Jahren rasch altert und dies mit allen Mitteln zu verbergen sucht, damit ihn niemand für schwach halte. Das grobe Äußere wird gemildert durch Feinsinn, der an Augen, Mund und Händen erkennbar ist.
    Starkhand ist stets mißtrauisch und von aufbrausendem Gemüt. Das Tagwerk seiner Ratgeber ist mühselig und Hüter fremder Weisheiten sind seinen ständigen Angriffen ausgesetzt. So verkehrt er mit Druiden nur, wenn der Garwydd sie schickt, und sucht den Einfluß der Verkünder von Katz zu beschneiden, wo es geht. Es ist ein offenes Geheimnis, daß er die Thronbesteigung des Erzdruiden Siber Lobar mit Argwohn verfolgte, und auch mit der Meinung, daß König Möllbarth der Krone nicht würdig sei, hält er nicht hinter dem Berg, wenngleich er seit seiner Ernennung zum Gesandten derlei Ansichten verhaltener ausspricht.

Sommers weilt Starkhand - so nicht auf Reisen, wie zuletzt häufig - auf Haus Himmelswehr, wo er sich den Schriften und der Jagd widmet. Den Winter verbringt er in Haus Calan zu Goldrain, um nicht eingeschneit zu werden. Sobald jedoch die Lawinengefahr nachläßt, reist er im Nachjul nach Himmelswehr, um als Gastgeber des jährlichen Winterfestes den Seinen Ehre zu erweisen.

Der Kreis der Vertrauten des Herrn von Calan ist nicht groß. Der letzte noch lebende seiner Lehrer ist der alte Ritter Redlich Eppstein zu Wolfskehlen; dessen Stelle als Starkhands Friedensmann hat jedoch längst der Schwertmeister und Herold Hentze Blader zu Loon eingenommen. Über Freundschaften des Fynn ist wenig bekannt, doch man weiß um seine Verbundenheit zu dem weitgereisten Opo von Gewallkar. Auch wird ihm nachgesagt, mehr als freundschaftlich mit der Herrin Uldine von Latsch zu verkehren.
    Im Kreise der Ratgebenden finden sich die Angehörigen derer von Tels, ihres Zeichens Steinformer von hohem Können, und der junge Gelehrte Thile Molsberg, der in Dhanndhcaer lebt. Seit 1565 n.d.S. auf Himmelswehr ansässig - erst als Mündel, später als Verwalterin des Haushalts - ist die gut dreißigjährige Gwen, über deren Herkunft nichts bekannt ist, außer, daß sie Laighinn-Züge aufweist.

Zu den Stützen seiner Herrschaft zählt Starkhand die Gothorisippen von Parzinn, Natz, Latsch und Martelltal, die Laighinn der Talschaften In Schnals und Pfossen, die meisten Chaudasippen und die Anhänger der jeweiligen Mallgrafen, die er genau auszuwählen pflegt.
    Wenig Rückhalt bis hin zu Feindschaft erwartet er von den weitverzweigten Tauferern, Sippen von altem Suebenblut, die die Verbindung zu anderem als gothorischem Adel ablehnen (und sich so den Schwachsinn in die Nachkommenschaft holten), sowie den erainnischen Grundherren im Ydd und Wes, die ohnehin sehr auf Eigenständigkeit bedacht sind.

Die Verständigung mit Garwydd Siber Lobar hat Starkhand eine Atempause verschafft. Nun kann er daran gehen, sein Haus zu bestellen: Immer noch weilt seine Tochter Adelmut fern von Calan; andere Erben als sie und ihren kleinen Sohn Aistulf (* 1583 n.d.S.), den er 1588 n.d.S. zum ersten Mal sieht, hat er nicht. Rätselhaft bleibt darum besonders, warum er eine zweite Heirat stets ablehnte.


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